Analdrüsen Ausdruck bei deinem Hund: Wann du es selbst machen kannst und wann der Tierarzt der sicherere Weg ist

Hinweis: Dieser Beitrag kann Affiliate-Links erhalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhält der Blog eine kleine Provision, die hilft, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Analdrüsen Ausdruck bei deinem Hund: Wann du es selbst machen kannst und wann der Tierarzt der sicherere Weg ist

Wenn dein Hund sich ständig am Po leckt oder sich auf dem Teppich „schneidet“, könnten verstopfte Analdrüsen dahinterstecken. Das ist zwar eher unangenehm, aber ein häufiges Problem bei Hunden. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du wissen musst, um besser zu verstehen, wann du handeln solltest und ob das Ausdrücken der Analdrüsen selbst eine Option ist.

Was sind Analdrüsen und wie erkennst du Probleme?

Hunde haben zwei kleine Drüsen an den Seiten des Afters, die bei jedem Stuhlgang etwas Flüssigkeit abgeben. Diese Drüsen geben den Hundehaufen seinen charakteristischen Geruch und dienen als individuelle Signatur. Normalerweise entleeren sich die Drüsen beim Koten, aber manchmal können sie verstopfen, entzünden oder überlaufen.

Anzeichen für vergrößerte Analdrüsen:

  • Dein Hund leckt ständig an seinem Po
  • Er rutscht auf dem Boden, um sich „scheinigen“
  • Es riecht unangenehm aus seinem Hinterteil
  • Du siehst Schwellungen oder Rötungen um den After
  • Er wirkt unruhig, jault oder versucht sogar zu beißen, wenn du in die Nähe seines Hinterns kommst

Wenn du solche Anzeichen bemerkst, ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen und gegebenenfalls zu handeln.

Darum können Analdrüsen beim Hund verstopfen

Verstopfte Analdrüsen sind oft ein Zeichen für ein tiefer liegendes Problem. Mögliche Ursachen sind:

  • Falsche Ernährung (vor allem zu wenig Ballaststoffe, was zu weichem Stuhl führt)
  • Häufige Durchfälle
  • Übergewicht
  • Allergien oder Entzündungen in der Afterregion
  • Fehlbildungen der Drüsen

Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, die natürliche Entleerung der Analdrüsen zu unterstützen. In einigen Fällen sind aber auch genetische Faktoren verantwortlich, besonders bei kleineren Hunderassen.

Darfst du die Analdrüsen deines Hundes selbst ausdrücken?

Kurze Antwort: Ja, es ist möglich – aber nicht immer ratsam.

Das Ausdrücken der Analdrüsen kannst du mit ein wenig Übung und den richtigen Tipps auch zu Hause machen. Um jedoch eine Verletzung oder Entzündung zu vermeiden, ist es wichtig, genau zu wissen, was du tust.

Wann kannst du die Analdrüsen selbst ausdrücken?

  • Dein Hund hat sonst keine gesundheitlichen Probleme
  • Die Analdrüsen sind nicht entzündet, gerötet oder sichtbar geschwollen
  • Du fühlst dich sicher damit und hast die richtige Anleitung

Es gibt zwei Methoden: äußerlich oder innerlich ausdrücken. Die äußere Methode ist für Anfänger sicherer, weil sie weniger invasiv ist und weniger Chancen auf Verletzungen bietet.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So drückst du die Analdrüsen deines Hundes äußerlich aus

Vorbereitung:

  • Trag Gummihandschuhe und zie ein altes Handtuch zum Schutz deines Bodens/Teppichs zu
  • Lass deinen Hund auf einer rutschfesten Oberfläche stehen oder leg dich vor ihn
  • Lass dir bei der ersten Anwendung am besten vom Tierarzt oder einem erfahrenen Hundefriseur zeigen, wie es geht

Äußeres Ausdrücken der Analdrüsen:

  1. Hebe sanft den Schwanz deines Hundes an
  2. Halte ein Tuch oder ein saugfähiges Papiertuch unter seinen Po
  3. Drücke mit zwei Fingern an den Seiten des Afters (in Richtung 4 und 8 Uhr) leicht nach innen und etwas nach oben
  4. Wenn sich die Drüsen entleeren, wirst du eine braunliche, fischig riechende Flüssigkeit sehen
  5. Reinige die Afterregion gründlich mit einem feuchten Tuch
  6. Beobachte deinen Hund anschließend auf Anzeichen von Schmerzen oder Unbehagen

Wichtig: Wenn nichts kommt, die Drüsen fest oder verhärtet sind, oder dein Hund Schmerzen zeigt – stoppe sofort und suche den Tierarzt auf!

Wann solltest du lieber zum Tierarzt gehen?

Bei folgenden Anzeichen ist professionelle tierärztliche Hilfe unerlässlich:

  • Die Analdrüsen sind rot, geschwollen oder warm
  • Dein Hund hat starke Schmerzen
  • Abszesse oder Blutungen am After
  • Wiederkehrende Probleme innerhalb kurzer Zeit
  • Du traust dich nicht zu oder hast unsicherheitsgefühle dabei
  • Dein Hund zeigt plötzlich stark verändertes Verhalten

Ein Tierarzt kann mit speziellen Hilfsmitteln die Drüsen sicher ausdrücken, gegebenenfalls entzündete Stellen behandeln und die Ursache erforschen. Bei stark entzündeten Analdrüsen können sogar antibiotische Salben oder Medikamente notwendig sein.

So kannst du Analdrüsenproblemen vorbeugen

Prävention ist oft besser als das ständige Ausdrücken. Hier sind einige Tipps:

Ballaststoffreiche Ernährung: Integriere mehr Ballaststoffe in die Futterration deines Hundes, um festere Stühle zu fördern. Karotten, gekochter Kürbis oder spezielle Faserergänzungen können helfen.

Viel Bewegung: Ausreichend Bewegung unterstützt die allgemeine Verdauung und den natürlichen Ausdruck der Analdrüsen.

Regelmäßige Kontrolle: Schau bei jedem Baden oder Bürsten kurz nach dem Gesundheitszustand des Afters deines Hundes.

Gewicht im Auge behalten: Übergewicht belastet die Analdrüsen zusätzlich.

Artgerechtes Futter: Vermeide häufiges Naschwerk und stelle sicher, dass dein Hund hochwertige, leicht verdauliche Nahrung bekommt.

Mit guter Vorbeugung bleiben Analdrüsenprobleme oft aus, und du sparst dir und deinem Vierbeiner Stress.

Zusammenfassung: Analdrüsen – wann selbst ausdrücken, wann zum Tierarzt?

Das Ausdrücken der Analdrüsen muss nicht zur Routine werden. Bei leichten, unkomplizierten Fällen kannst du es selbst ausprobieren, wenn du dich sicher fühlst und die richtige Anleitung hast. Mehr als einmal in ein paar Wochen solltest du es zu Hause aber nicht tun, da oft ein tiefer liegendes Problem vorliegt.

Bei Anzeichen von Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder starkem Unbehagen ist immer der Tierarzt die bessere Wahl. Er kann die Drüsen professionell und schmerzfrei ausdrücken, die Ursache bekämpfen und dafür sorgen, dass dein Hund schnell wieder wohlauf ist.

Quellen und weiterführende Informationen

Für vertiefte Informationen und nützliche Tipps für die Gesundheit deines Hundes empfehlen wir die folgenden Quellen:

Überprüfe immer die Gesundheit deines Hundes und vertraue auf deine Beobachtung. Wenn du unsicher bist, lass dich lieber professionell beraten. Dein Hund wird’s dir mit einem glücklichen Wedeln danken!


Für mehr wertvolle Tipps zum Thema Gesundheit deines Hundes und speziell für Boston Terrier, besuche bostonterrierlife.com.

Tags:

Teilen:

Team

Wir helfen Anna dabei, den Blog mit Geschichten, Tipps und Erfahrungen rund um Boston Terrier zu füllen. Als echte Boston Terrier-Freunde teilen wir unser Wissen auf eine lockere und herzliche Art, um anderen Hundebesitzern zu helfen, ihre Vierbeiner besser zu verstehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Unterstütze uns!

Unterstütze unsere Arbeit mit einem kleinen Beitrag – Jeder Euro hilft, die Pfoten am Laufen zu halten. Danke! 💖

Neue Beiträge

ProDog Romania e.V.

Wenn du etwas Gutes für Hunde tun möchtest. Engagiere dich für diesen Verein!